Namibia – 03.04.2015

9. Tag – Solitaire – Sossusvlei – Solitaire (ca. 260 km)

Das Geräusch des haltenden Busses am frühen Morgen signalisiert Ihnen – es geht weiter! Erst Richtung Sossuvlei, danach legen Sie per Allradfahrzeug die letzten Meter zu den ca. 300 m höhen Dünen zurück. Der Anblick der weiß bis rotbraun schimmernden Giganten weckt eine gewisse Ehrfurcht. Trauen Sie sich den Gipfel zu erklimmen? Die vielen toten Bäume im dahinterliegenden “Dead Vlei” wirken fast ein wenig gespenstisch. Wussten Sie, dass manche dieser Bäume über 500 Jahre alt sind? Abschließend halten Sie am Sesriem-Canyon. Beeindruckend, was hier durch die Millionen Jahre lange Einwirkung des Flusses Tsauchab entstanden ist! Übernachtung in der Region Solitaire.

Früh morgens bei Dunkelheit ging es los. Unter dem Sternbild “Kreuz des Südens”, welches schon den Seefahrern den richtigen Weg wies, führte die erste Etappe zur Rast- und Tankstelle. Dort begann das Warten auf den Sonnenaufgang.

Der goldene Glanz der Morgensonne weckte die noch müden Augen. Weiterfahrt nach Sossuvlei. Vor dem Tor hatte sich schon eine Schlange mit Jeeps, Offroadern, PKW usw. gebildet. Noch einmal kurz zur Toilette und los ging das Abenteuer.

Es erwarte uns der meist fotografierte Baum Namibias vor einer Kulisse mehrerer hundert Meter hoher Sanddünen aus rotem Sand. Die Spitzen der Dünen schlängeln sich, vom Wind geformt, in Hunderte verschiedene Formen in die Landschaft. Die Sonne und die vereinzelten Wolken schaffen ein Spiel von Farben, sowie Licht und Schatten. Dieses Zusammenwirken der Elemente schafft eine Illusion einer sich ständig veränderten Landschaft.

Es ist faszinierend, staunend und sprachlos schaut der Betrachter zu.

Umsteigen in mehrsitzige Geländejeeps und Weiterfahrt in der spektakulären Landschaft von Sossuvlei. 

“Big Mama” heißt sie, die von der Sonne beleuchtete und vom Sand und Wind geformte, ca. 200 m hohe, Herrausforderung die es nun gilt zu Fuß zu erkunden. Unter der vormitttäglichen Sonne begann der Aufstieg. Zunächst guten Mutes und begleitet mit lockeren Sprüchen.

Bald wurden die Schritte kürzer, der Pulsschlag wurde schneller und die Atemfrequenz erhöhte sich. All diese Begleiterscheinungen wurden durch das was die Augen zu sehen bekamen vollkommen unwichtig. Nach ca. 35 Minuten war es geschafft und der Kamm von Big Mama erreicht. Ab jetzt war alles Weitere purer Genuß. Was von unten schon beeindruckend war, enfaltete sich nun dem Betrachter in seiner vollen Schönheit.

Der steile Abstieg war ebenfalls reines Vergnügen. Mit großen, langen Schritten ging es sehr schnell wieder hinunter. Der Sand bremste sanft jeden Schritt.

Mit dem Jeep ging es weiter zum Dead Vlei. Das restlich Stück, von weiteren 1 1/2 km war ein weiterer  Fußmarsch durch Sand und Stein bei sengender Sonne. Ein weißer, ausgetrockneter kleiner See mit dutzenden ausgedorrten Bäumen, umrahmt von hohen Dünen aus rotem Sand. Erneut ein einmaliges Bild.

Den gleichen Weg zunächst per Fußmarsch und danach per Jeep zurück.

Der Sesriem Canyon ist ein ausgetrocknetes Flußbett mit steilen, aus Ablagerumgen und Steinen bestehenden, Wänden. Beim Spaziergang im Canyon Begegnung mit einem schwarzen, ca. 15 cm langen, Skorpion.

Zurück in der Hammerstein Lodge musste zunächst der Flüssigkeitsverlust wieder ausgeglichen werden. 

In der Lodge gibt es Tiergehege u.a. mit einem Leoparden, zwei Geparden und Romeo und Julia, zwei Luchse.

Ein ganz besonderes Erlebnis war die Begegnung mit dem Geparden Oscar.

Oscar und sein Bruder sind dort geboren und aufgewachsen. Oscar lässt sich anfassen und streicheln. Er lies meinen Arm mit seinen großen Pranken überhaupt nicht mehr los und begann mit mir zu spielen. Er nahm meinen Arm zwischen seine langen, scharfen Zähne und leckte ihn ab. Seine Spiel gleicht dem einer Katze. So eine nachhaltige Begegung mit einem ausgewachsenen Raubtier, wird für mich für alle Zeiten unvergesslich bleiben. Ich werde Oscar vermissen. Der Gedanke an die Begegnung macht mich glücklich.

 

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